Die fröhlichen Weinprinzessinnen von Erpolzheim

    Seien Sie mal ehrlich: „Gibt es ein schöneres Zepter, als ein Weinglas, gefüllt mit goldenem Wein? Und dieses famose Zepter in der Hand einer schönen (Wein-)Gebieterin?“

    In der Urlaubsregion Freinsheim amtieren zur Zeit nicht weniger als sieben Weinprinzessinnen. Fast jeder Ort schmückt sich mit einer eigenen Hoheit und auch eine Pfälzer Weinprinzessin ist in der Urlaubsregion Freinsheim zu Hause.

    Erpolzheim hat seit dem 21.07.2019
    eine neue Weinprinzessin, Luisa I.

    Luisa wurde im sehr gut besuchten Bürgerhaus, unter Teilnahme von zahlreich Kolleginnen aus der Urlaubsregion – Freinsheim, von ihrer Vorgängerin Dorothea I. gekrönt.

    Zahlreiche Gratulanten wünschten ihr für die kommende Zeit alles Gute und eine erfolgreiche Amtszeit.
    Die erste offizielle Amtshandlung in Erpolzheim wird die Eröffnung der diesjährigen Weinkerwe im Bürgerhof am 16.08.2019 sein. 

    Ehemalige Weinprinzessinen

    Dorothea I. - 2016 - 2018 

    Mit einer Krone darf fortan Dorothea Koch ihr Haupt zieren: Als neue Erpolzheimer Weinprinzessin wird die 18-Jährige die Gemeinde, die vier örtlichen Weingüter und deren Tropfen bei vielen Terminen repräsentieren. Ihre Krönung im Bürgerhaus war laut Ortsbürgermeister Alexander Kurt Bergner sehr gut besucht.

    Dorothea I. wohnt seit zehn Jahren im Baugebiet Nord und möchte später im Touristikmanagement arbeiten. Doch vorerst. Die Antrittsrede im proppenvollen Bürgerhaus, die erste Pflicht einer jeden Weinprinzessin, habe die frischgekürte Regentin mit Bravour gemeistert.

    Wie ihre Vorgängerinnen erhielt die junge Frau bei der Zeremonie ein dekoratives, großes Weinglas, das mit ihrem Namen und dem Datum ihrer Krönung versehen ist – und das ihr beim Repräsentieren helfen soll. 

    Lena I. - 2014 - 2016

    Lena I. (Lena Heinisch) hat das Amt von Lisa Sauter für die nächsten 2 Jahre übernommen, und dazu gleich noch einen ganzen Hofstaat dazu:

    Das Gefolge von 12 Kindern und Jugendlichen im Alter zwischen 7 und 16 Jahren werden sie ihrer Amtszeit begleiten. Auch sie wurden gestern durch eine gemeinsame Amtshandlung von Lisa und Lena mit Rebenkranz und Scherpe im Erpolzheimer Bürgerhaus gekrönt.

    Beim Begleiten von Terminen sollen sie das Handwerk der Hoheiten von Grund auf erlernen um später vielleicht einmal selbst ein hoheitliches Amt zu übernehmen.

    Lisa I. - regierte 2012 - 2014

    Auch die Weinprinzessinnen aus der Urlaubsregion Freinsheim haben ihre Auftritte nicht mehr nur bei der Eröffnung von örtlichen Weinfesten, wobei die hoheitlichen Grußworte gerade da natürlich unverzichtbar sind.  

    Die Weinprinzessinnen verstehen sich als Repräsentantinnen des hiesigen Weines und gehen dabei gerne neue Wege. Beispielhaft hierfür stehen unter anderem der Weinprinzessinnenkalender der Urlaubsregion Freinsheim oder die jährliche „Hoheitliche Weinprobe“, die von den Prinzessinnen selbst organisiert wird - angefangen bei der Weinauswahl über die Besprechung der Weine bis hin zur Gestaltung der gesamten Veranstaltung mit Programm, Dekoration und Catering.

    Lisa I., (Lisa Sauter) Weinprinzessin seit 2012 leistet gerade ihr Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ). Studiert seit Oktober 2013 Theologie. Der Opa betrieb ein Weingut, der Bruder betreibt Obstbau – so wuchs sie mit Wein und Obst auf.
    Sie liebt Weinfeste und Geselligkeit. Hat lebhaftes Interesse am Amt der Weinprinzessin, möchte die Heimat repräsentieren und die Pfälzer Lebensart.

    Lisa vertrat Erpolzheim u. a. beim „1. Hoheiten-Treff der Metropol-Region Rhein-Neckar“

    Melanie I. herrschte souverän von 2009-2012

    Wer möchte sich nicht einer charmanten Weinhoheit zu Füßen legen und sich willig den kredenzten Göttertrank einflößen lassen? Ein Phäakenleben, ein Leben, wie es auf vielen griechischen Abbildungen zu finden ist, ein Traumgebilde für gestresste Menschen der Jetztzeit.

    Ein wenig hiervon wurde wahr, wenn man dabei sein konnte, wie Melanie I. von Erpolzheim unseren Erpolzheimer Wein „draußen in der Welt“ präsentierte und nach kurzer Zeit die „Auswärtigen“ die gleichen freundlichen Mienen bekamen, wie wir Erpolzheimer sie fast immer haben. Was so leicht und liebenswert aussieht, ist für die amtierende Wein-Prinzessin aber ein Stück harter Arbeit und Freizeit-Verzicht. Es ist ein Ehrenamt, dieses Päckchen, Pardon! diese Krone zu tragen.

    Unsere huldvolle Weinprinzessin Melanie I. herrschte souverän von 2009-2012, dann gab sie ihr Zepter weiter an Lisa I., die seitdem mit Noblesse den Erpolzheimer Wein repräsentiert.

    Fotografenmeisterin für handwerkliche und künstlerische Fotografie
    Stammt aus einem Wein- und Obstbaubetrieb. Hatte schon immer Interesse an Wein.
    Anlässlich der Veranstaltung „Unser Dorf hat Zukunft“ wurde in einer Sektlaune die „Schnapsidee“ geboren, für Erpolzheim eine Weinprinzessin zu küren - Zeit, Ort und Leute haben gerade gepasst.

    Sie leistete wahre „Basisarbeit“, vertrat die Gemeinde bei einer Unzahl von öffentlichen Veranstaltungen, repräsentierte beim Spargel-Wein-Wanderweg, auf der Kerwe, beim Martinsmarkt, bei der Einweihung des Dorfplatzes und der Fischtreppe, beim Seniorennachmittag, auf Weinmessen, bei Weinproben in Weingütern und –genossenschaften, bei Besuchen auf Messen, wie der CMT (Touristik) in Stuttgart, nahm an der Steuben-Parade in New York teil (!). Auf ihre Initiative geht auch der jährlich erscheinende Weinprinzessinnen-Kalender und das Prinzessinnen-Frühstück zurück. Sie hat zusammen mit dem Pfarrer und dem Presbyterium eine „Nachtkirche mit sakraler Weinprobe“ ins Leben gerufen, was von Kreativität zeugt und gelungener Überzeugungsarbeit. Praktisch eine Art „Innere Mission“. Eine wahrhaft fürstliche Bilanz.

    Der deutsche Wein wird im In- und Ausland von einer Weinkönigin vertreten und auch der Wein aus der Pfalz bekommt durch eine jährlich neu gewählte Königin ein Gesicht.
    Das Bild einer modernen Weinhoheit hat sich mit der Zeit enorm gewandelt. Der Anspruch an die jungen Frauen ist hoch. Es wird erwartet, dass sie fachkundig über das weite Feld des Weinbaus Auskunft geben können. Sie müssen auf hochkarätig besetzten Veranstaltungen mit Charme, sicherem Auftreten und gerne auch mit Fremdsprachenkenntnissen überzeugen.

    Die Wahl der Pfälzischen Weinkönigin findet traditionell im Rahmen des Deutschen Weinlesefestes im Saalbau zu Neustadt an der Weinstraße jeweils am Freitag des ersten Festwochenendes Ende September oder Anfang Oktober statt. Nach einem Jahr Amtszeit nimmt die Pfälzische Weinkönigin zusammen mit den regionalen Weinköniginnen der übrigen zwölf deutschen Weinbaugebiete an der Wahl zur Deutschen Weinkönigin teil. 2005 und 2006 gelang es den vorherigen Pfälzischen Weinköniginnen Sylvia Benzinger bzw. Katja Schweder, jeweils auch zur Deutschen Weinkönigin gekürt zu werden.

    Doch wo kommen diese Weinköniginnen her?
    Es sind die einzelnen weinbautreibenden Gemeinden, in denen der zukünftige Hochadel heranwächst. Zumeist sind es Weinprinzessinnen, mancherorts Weingräfinnen, die in ihren Heimatgemeinden Winzer und Winzergenossenschaften bei der Präsentation des Weines unterstützen.

    Die Deutschen Weinprinzessinnen sind die Vertreterinnen der Deutschen Weinkönigin. Pro Jahr erhalten diejenigen Bewerberinnen, die im 2. Wahlgang der Deutschen Weinkönigin unterlegen sind (maximal drei), den Titel einer Deutschen Weinprinzessin. Sie sind damit ebenso wie die Deutsche Weinkönigin im Auftrag des Deutschen Weininstitutes Repräsentantinnen des deutschen Weines.

    Zum Wohl. Die Pfalz.

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